Im Rahmen dieser Masterarbeit wurden das Verhalten und die Betriebsmöglichkeiten von bipolaren HGÜ-Anlagen mit einem metallischen Rückleiter bei Stromunsymmetrie untersucht. Betrachtet wurden Punkt-zu-Punkt-Anlagen sowie Multiterminal-Anlagen.

Die Stromunsymmetrie wird durch einen Ausfall eines Stromrichters eines Pols oder der Kühlung bzw. Hilfssysteme verursacht. Durch die Stromunsymmetrie fließt ein Differenzstrom über den metallischen Rückleiter, wodurch es zu einer Potentialverschiebung der ungeerdeten Station kommt. Dies wiederum bewirkt eine Spannungsunsymmetrie, welche zu einer Überschreitung der maximal zulässigen Werte führen kann. In diesem Fall ist es nötig die Systemspannung zu reduzieren. Diese Spannungsreduktion verringert die übertragene Leistung der Anlage.

Ziel der Untersuchung war es die Anlage weiterhin bipolar zu betreiben und die Leistungsübertragung so gut wie möglich aufrecht zu halten. Erarbeitet wurden Designempfehlungen, Auslegungskriterien sowie Betriebsmöglichkeiten der Anlagen bei einer solchen Unsymmetrie.